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Re: Sonne

BeitragVerfasst: 17.08.2008, 22:13
von Kiyama
"Dass ihr so einfach aufgebt...Dann müssen wir die Menschen wieder inspirieren und gegen sie vorgehen..."
Sie murmelt aber nur, mehr beleidigt, vor sich hin und stapft nebenher.

Verfasst: 17.08.2008, 22:13
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Re: Sonne

BeitragVerfasst: 17.08.2008, 22:18
von Judith
Gegen sie vorgehen.
Ihr Begleiter schenkt ihr einen wütenden Blick.
Jeden Tag kommen neue Schiffe mit Weißen jenseits des Ozeans, und sie bleiben! Die Krankheiten, die sie mitbringen, sind nichts gegen ihre vergifteten Worte, und du willst gegen sie vorgehen?

Re: Sonne

BeitragVerfasst: 17.08.2008, 22:55
von Kiyama
"Ja, bevor ich einfach aufgeben muss, auch das..."
Bei der wütenden Stimme des mannes verengt sie nur die Augen und verschränkt die Arme. Soll er doch meckern, und wenn sie die einzige ist, die noch etwas Optimismus hat.

Re: Sonne

BeitragVerfasst: 17.08.2008, 23:01
von Judith
Aber wir sterben, Aaliah.
Er sagt es vollkommen tonlos.
Wir eher als du, aber letztendlich wird es uns alle nicht mehr geben, bevor Pele sich das nächste Mal zeigt.

Re: Sonne

BeitragVerfasst: 17.08.2008, 23:21
von Kiyama
"Ich will aber nicht sterben."
Die Worte hatten ihr einen Schlag in den Magen versetzt und sie spürte die bittere Übelkeit in sich aufkommen.

Re: Sonne

BeitragVerfasst: 17.08.2008, 23:25
von Judith
Es seufzt leise und streicht ihr über die Schulter, Reue in seinem Blick.
Es tut mir Leid. Diese harten Worte hast du nicht verdient.

Re: Sonne

BeitragVerfasst: 18.08.2008, 00:12
von Kiyama
"Wir sind nicht besser als sie, wenn wir jetzt schon unsere Hoffnung verlieren."
Murmelt sie leise. Die Berührung tat ihr aber gut und sie fasste sich wieder etwas, atmete etwas von der Luft ein und stieß sie wieder aus.
"Ich zumindest gebe nicht auf."

Re: Sonne

BeitragVerfasst: 18.08.2008, 00:20
von Judith
Vielleicht sind wir tatsächlich nicht besser als sie, wir sind nicht diejenigen, die das entscheiden... vielleicht ist unsere Zeit tatsächlich zu Ende, was für ein Recht hatten wir zu existieren, als das, welches sie uns zugestanden haben? Sie lieben das Eisen mehr als uns.
Es geht in das Dickicht, immer noch kann sie keine Wege erkennen, doch ihre Begleiter scheinen ganz genau zu wissen, wohin sie wollen.

Re: Sonne

BeitragVerfasst: 18.08.2008, 00:27
von Kiyama
Sie hält sich an diese Männer, bevor sie sich noch verläuft, sieht sich aber wieder um, vielleicht kann sie sich den Weg ja grob merken. Innerlich fragt sie sich, was sie wohl erwarten würde...

Re: Sonne

BeitragVerfasst: 18.08.2008, 00:59
von Judith
Sie gehen eine ganze Weile, immer tiefer in das Herz der Insel, bis sie schliesslich zu einem Wasserfall kommen. Die Männer nehmen den Fisch aus dem Boot und drehen es um, dann macht ihr Begleiter einen ersten Schritt in Richtung der tosenden Wassermassen. Kein Mensch kann dort hindurchgehen, ohne zerschmettert zu werden, doch das scheint ihn nicht zu kümmern.

Re: Sonne

BeitragVerfasst: 18.08.2008, 01:08
von Kiyama
Sie bleibt wie angewurzelt stehen und starrt auf die Wassermassen... Dann sieht sie wieder an sich herunter... Nein, ein Mensch ist sie wohl nicht.
Vorsichtig versucht sie es ihrem Vorläufer nachzutun.

Re: Sonne

BeitragVerfasst: 18.08.2008, 01:12
von Judith
Der Mann verneigt sich vor dem Wasser, dann schliesst er die Augen und tritt hindurch.

Re: Sonne

BeitragVerfasst: 18.08.2008, 01:17
von Kiyama
Auch Kiyama verneigt sich tief vor dem Wasser, in Gedanken bittet sie, unbeschadet hindurchzukommen und tut einen Schritt mehr auf den Wasserfall zu, geht aber nicht hindurch, weil der inoffizielle Weg ihr wohl zuviel Angst macht...

Re: Sonne

BeitragVerfasst: 18.08.2008, 01:30
von Judith
Als sie auf das Wasser zutritt, spürt sie etwas, dass sie vorher noch nie bemerkt hat. Es ist vergleichbar mit der Präsenz, die Lavinia sie zu spüren gelehrt hat, doch sie hat das, was den Dingen, mit denen sie sich schon unterhalten hat, fehlt: Tatsächliche Gedanken und Gefühle.

Re: Sonne

BeitragVerfasst: 18.08.2008, 02:01
von Kiyama
Sie atmet tief ein, fasst sich Mut und folgt den anderen durch den Wasserfall, nicht aber, ohne die Augen vorher zu schließen und im Inneren zu hoffen, dass ihr nichts geschieht.