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Der Ruf der Mondes
Verfasst: 04.03.2008, 22:42
von Judith
Die Nacht ist endgültig hereingebrochen. Es ist still in dem Großen Haus, sehr still sogar.
Verfasst: 04.03.2008, 22:42
von Anzeige
Re: Der Ruf der Mondes
Verfasst: 04.03.2008, 22:49
von Vesa
Nachdem Vesa sich einige zeit lang im Bett gewälzt hatte, getrieben von unruhigen Gedanken an den Pseudo-Troll und den Kampf mit dem Wolf am Nachmittag.
Er wirft die Decke bei Seite schwingt sich aus dem Bett und tritt gehüllt in den Nachtwind auf den Balkon. Leht sich an das Geländer und lauscht den Geräuschen der Nacht.
Re: Der Ruf der Mondes
Verfasst: 04.03.2008, 22:55
von Judith
Die Luft riecht nach dem Rauch von Kaminfeuern und die Kälte ist angenehm für seinen unruhigen Geist. Von Zeit zu Zeit klirrt es leise, wenn die Eiszapfen an den Häusern aufgrund ihres Gewichts zu Boden fallen, leises Rascheln ist zu hören, wenn kleine Tiere ihren Weg durch den tiefen Schnee machen. Der Mond steht wie eine starre, silberne Scheibe über den Bäumen des Waldes, es weht kaum Wind. Das einzige, was ihm an Spuren auffällt, ist eine Spur, die von seinem Haus zu dem von Kojiro führt, sie riecht nach Räucherstäbchen, Pergament und einem leichten, unaufdringlichen Duftöl. Morag war es, die dort entlang ging.
Re: Der Ruf der Mondes
Verfasst: 04.03.2008, 23:08
von Vesa
Denkt kurz darüber nach was der "Schrecken der Nacht" bei dem kleinen "Schläger-Troll" will. Verwirft den Gedanken Jedoch schnell wieder. Geht wieder hinein und öffnet seinen Kleiderschrank. Zieht sich seine Lederhose an, und flucht leise vor sich hin, als er seine Rute durch das kleine loch zu stecken versucht. Zieht sich ein Hemd über und anschließend wirft er sich seine Lederjacke über und rennt auf den Balkon zu und springt.
Er landet auf den Füßen und denkt sich leise, warum denn spekulieren wenn man auch spionieren kann. Und folgt dann den spuren zu Kojiros Haus.
Re: Der Ruf der Mondes
Verfasst: 04.03.2008, 23:13
von Judith
Wie jedes Mal, wenn er dem Gebäude näher kommt, ist er fast geblendet von dem Teppich aus Glamour, der es umgibt. Kommt es ihm nur so vor, oder ist Morags Schutz noch stärker geworden, seitdem er ihn zum letzten Mal gesehen hat? Die Fenster liegen im Dunkel, nur aus einem Zimmer im oberen Stockwerk scheint warmes Licht. Morags Spuren führen genau bis unter das Fenster, und er kann sehen, dass sie irgendwie dort hinauf gekommen sein muss.
Re: Der Ruf der Mondes
Verfasst: 04.03.2008, 23:33
von Vesa
Er geht unter das Fenster und schaut sich die Wand an und überlegt, ob es wohl möglich ist daran empor zu klettern.
Re: Der Ruf der Mondes
Verfasst: 04.03.2008, 23:37
von Judith
Mit Sicherheit, auch wenn es nicht der Weg war, den Morag wählte. Schwerer wäre es, dies lautlos zu tun. Doch während er noch an der Wand hinaufsieht, hört er Miakos helle Stimme aus dem immer noch geöffneten Fenster.
Warum flüsterst du? Sind da draußen diese komischen dunklen Dinge, die aus der Erde kommen?
Re: Der Ruf der Mondes
Verfasst: 04.03.2008, 23:43
von Vesa
Spitzt die Ohren und denkt kurz verträumt an Miako und wie viel spass es immer macht mir ihr zu spielen bevor er von seiner Erinnerung an den vergangenen Tag wieder einholt. Ganz langsam versucht er sich dem Fenster zu nähern, um besser dem Gespräch lauschen zu können.
Re: Der Ruf der Mondes
Verfasst: 04.03.2008, 23:52
von Judith
Morags Stimme ist selbst für seine empfindlichen Ohren schlecht zu hören, aber da nicht viel Wind weht, ist es noch möglich.
Nein, Kleines, keine Angst. Ich flüstere, weil ich nicht lauter sprechen kann.
Eine Weile ist es still. Dann sagt Miako:
Oh, das kenne ich. Oka-san macht mir dann immer Tee und ich darf Bonbons essen und den selbstgestrickten Schal mit den Enten anziehen, den Oba - chan aus Japan geschickt hat. Ich kann dir auch Tee machen, willst du welchen? Und Bonbons habe ich auch.
Morag lacht leise.
Ich habe keine Erkältung, Miako. Alle, die so sind wie ich, müssen flüstern.
Re: Der Ruf der Mondes
Verfasst: 04.03.2008, 23:59
von Vesa
Vesa kichert leise in sich hinein bei der Vorstellung Morags Erkältung wäre Heilbar und sie würde nicht mehr nur so laut gucken sondern auch noch so laut brüllen wenn ihr jemand auf den Schlips tritt. Langsam versucht er unter das Fenster zu klettern um zu verhindern das er Geräusche verursacht.
Re: Der Ruf der Mondes
Verfasst: 05.03.2008, 00:06
von Judith
Es funktioniert, zumindest hat er nicht den Eindruck, er wäre laut.
Hm... das ist aber komisch. Wieso ist das so?
Weisst du, Kleines... da gibt es ein paar Geschichten, aber die sind alle ziemlich kompliziert. Eine Geschichte sagt, jemand, der so war wie ich, hatte etwas böses gemacht, und das Flüstern ist die Strafe dafür.
Wie gemein. Du kannst doch nichts dafür. Bist du traurig deswegen?
Morag zögert.
Manchmal, ein wenig. Aber es ist nicht so schlimm. Hör zu. Ich möchte mich ein bisschen mit dir über das unterhalten, was heute passiert ist, ist das in Ordnung?
Re: Der Ruf der Mondes
Verfasst: 05.03.2008, 00:08
von Vesa
Vesa klammert sich fest, um den Beiden besser zu hören zu können und versucht sich irgendwie einigermaßen bequem unter dem Fenster zu platzieren.
Re: Der Ruf der Mondes
Verfasst: 05.03.2008, 00:10
von Judith
Ich weiß, das war nicht richtig.
Miakos Stimme hört sich geknickt an.
Oka-san hat geweint, weil sie Angst hatte.
Re: Der Ruf der Mondes
Verfasst: 05.03.2008, 00:16
von Vesa
Er hat auf einmal das dringende Bedürfnis Miako in den arm zu nehmen und ganz doll zu knuddeln und sie zu trösten.
Re: Der Ruf der Mondes
Verfasst: 05.03.2008, 00:26
von Judith
He... ist schon gut, Kleine. Du bist wirklich ein besonderes Mädchen, es war sehr mutig von dir, den Troll zu beschützen.
Miako schnieft leise.
Findest du?
Aber natürlich. Morags Stimme klingt weicher als sonst. Aber es ist sehr wichtig, dass du in Zukunft hier in diesem Haus bleibst, wenn dein Bruder oder ich nicht hier sind, um auf dich aufzupassen und etwas Komisches passiert. Wir wollen nicht, dass dir jemand etwas tut.
Aber ich habe gehört, wie sie gesprochen haben... sie haben über Nii-chan und seine Freunde gesprochen, und dass sie sterben sollten... Sie bricht ab. Über dich haben sie auch gesprochen. Sie haben so... gemeine Sachen über dich gesagt.