"Nich freigesprochen... und dann auf der Wanderschaft. Dein Erzeuger jagt dich, oder ist tot. Dein Blut verrät, dass viele hinter dir her sind, und deine Angst, dass du nicht wüsstest, was du gegen sie tun solltest. Hast du nichts gelernt....nichts von dem, was in dir schlummert?" Er dreht sich langsam wieder zu ihm um. In der dunkelheit sieht sie nur die Schemen des Mannes und das gespenstische Leuchten seiner Augen.
"Du hast soviel Potential in dir - wenn du dich weiter in Gefahr bringen willst, solltest du daran denken. Du willst doch nicht ständig in Angst leben, und darum fürchten müssen, dass dir ein machtgieriger Kainit das Blut aus den Adern saugt. Was auch immer du vorhast, so wirst du nicht mehr weit kommen." Kurz liegt Bedauern in seiner Stimme, als er gen Boden sieht. Nein, er sieht in die Augen des Jungen, der ihn die ganze Zeit über anstarrt. ~Mach ihr keine Angst...~
"Das weiß ich", flüstert sie und zupft weiter an ihren Stulpen. Zieht sie unter den Ärmeln des schlichten, dunklen Hemdes bis zu den Ellbogen hoch und lässt den Blick auf ihren Fußspitzen.
"Dein Begleiter wird es dir nicht beibringen können - willst du so weiter-leben?" Er spricht das Wort ein wenig abwertend aus. "Ich werde nie soviel erreichen können, wie du es kannst, aber ich könnte dir ein wenig zeigen." Als er den Blick wieder hebt, tanzt das grüne Schimmern kurz durch den Raum.
"Ich muss etwas erledigen... ein Versprechen einlösen..." Die Stulpen wandern noch etwas höher. Wenn ich danach noch am Leben bin, kann ich... Sie hält inne. Was genau... könntest du mir beibringen?
"Wenn du das überleben könntest..." Er kommt wieder ein paar Schritte näher. "Ich könnte dir beibringen, Freund von Feind zu unterscheiden, dich von den Augen Unbedarfter zu verbergen... oder ihren Geist zu brechen...ganz langsam, bis sie dich um Erlösung anflehen." Er spricht langsam, als müsse er wirklich nachdenken, was auf dem Lehrplan steht.
"Du kannst ihnen auch zeigen, was sie nicht verstehen wollen. Aber nicht jedem von ihnen sollte unser Wissen zuteil werden. Sie können damit nicht umgehen. Du wirst sicher schon bemerkt haben, dass man deinen worten nicht immer Gehör schenkt, nur weil du bist, was du bist."