Es ist heiß, sehr heiß. Wohl der heißeste Taf des Jahres. In dem kleinen Buchladen staut sich die Hitze. Durch den Staub der die Luft erfüllt, sind die Sonnenstrahlen zu sehen, weche durch das Fenster herein fallen. Nur drei Kunden hatten Heute den Laden betehten und nur einer etwas gekauft. Die Türglöckchen klingeln.... doch da ist niemand...
Samantha lässt den Schraubenzieher sinken, mít dem sie gerade dem kaputten Ventilator zu Leibe rücken wollte, schon eine Begrüßung auf den Lippen, und schaut sich dann irritiert um. Als sie niemanden sieht, runzelt sie die Stirn und sieht durch die Fenster nach draußen.
Wieder diese beiden eigenartigen Männer, die behaupten, sie beschützen zu wollen, gegen irgendwelche finsteren Typen, die... was auch immer?
An den Fenstern gehen einige Menschen vorbei, keine beachtet den kleinen Laden. Von den beiden Männern ist nichts zu sehn. ... Doch war da nicht eben etwas... davorne in der Seitengasse?.... Eine Person die sich dort an die wand geleht hatte... oder doch nur eine Spiegelung in der Scheibe....
Nachdenklich legt sie den Schraubenzieher auf den Tresen und tritt in die Tür, jedoch ohne den Buchladen zu verlassen. Vor einer Woche noch hätte sie es als bloße Sinnentäuschung hingenommen, bei diesen Temperaturen bestimmt nicht das Ungewöhnlichste, vielleicht auch als ein Ergebnis der flirrenden Hitze auf dem Pflaster. Bei genauerer Überlegung wären ihr bestimmt noch mehr rationale Erklärungen eingefallen, und... Halt. Solche Überlegungen schließen automatisch mit ein, dass es irrationale Dinge gibt. Wie zum Beispiel Bücher mit rätselhaften Inschriften, die das interesse von dubiosen Personen wecken, oder klischeeverliebte Amerikaner, die behaupten für das nicht näher definierte Gute zu kämpfen. Gegen ein, ebenfalls nicht näher definiertes, Böses. Sie verzieht das Gesicht. Was ist nur los mit ihr? Trotzdem, sie fixiert die Gasse mit den Augen, auf der Suche nach der Person, die gerade noch da war... oder doch nicht?
Samantha, der ihre Reaktion schon fast peinlich ist, geht wieder in ihren Laden zurück und gibt sich nun wirklich daran, den Ventilator wieder funktionsfähig zu machen.
Der Ventilotor setzt sich langsam in Bewegung und wird dann immer schneller. Ein kühler lufthach breitet sich aus und macht den Ort ein wenig erträglicher. Eine Erinnerung bliztz in ihr auf. Ein großes Anwesen, es ist Nacht. Semantha weis nicht wann sie es schon einmal gesehn hat... war es in einem Traum?...
Sie lächelt, ein bisschen triumphierend, legt das Werkzeug fort - nicht zu weit, denn man kann nie wissen, wann technische Geräte ihre Besitzer im Stich lassen, und setzt sich in die Leseecke. Als die Erinnerung sie einholt, lässt sie ihre Hand sinken, die sie gerade nach einem Roman ausgestreckt hatte, und legt sich eine Hand an die Schläfen. Bestimmt hat sie das Anwesen in einem ihrer Bücher gesehen... es ist diese verfluchte Hitze, die sie so zerstreut macht...
Sie schließt die Augen, dann drückt die auf die Espressotasse der Kaffeemaschine. Sie braucht irgendetwas koffeinhaltiges... etwas sehr koffeinhaltiges...
Sie trinkt die Tasse in einem Zug leer, wobei sie sich fast die Zunge verbrennt. Dann geht sie zur Tür, dreht das Schild herum und auch den Schlüssel im Schloss. Zu viel Sonne, und jetzt spielt ihr Kreislauf verrückt. Ein paar Stunden im Schatten ihrer Wohnung, und sie kann weiter arbeiten..
Die Lufit in ihrer Wohnung ist nicht besser, stickig, drückend. Ein duft von schweren Kräutern stiegt ihr in die Nase, nur kurz, dann ist es schon wieder weg, als habe er nie existiert. und der Geruch ihrere Wohnung hängt in der Luft.