Vorsichtig legt er seine Hand an ihren Hals und streicht mit seinem Daumen über ihre Wange. Seine Hand ist erstaunlich warm, als würde er noch leben. So weich...und doch so kalt...so eine Schande...dir das anzutun...all die Wärme zu nehmen. Er ist ohne zu zögern weiter auf sie zu gegengen und nun so na an ihr, dass sie seinen Warmen atem auf ihrer Haut spüren kann.
Als er sie berührt, hört sie auf zu zittern, gefriert förmlich, ihre Augen werden dunkel, als sich blanke Panik darin ausbreitet. Ein kaum hörbares Wimmern verlässt ihre Lippen, die sich bewegen, als wollte sie etwas sagen.
Er stütz die Hände nun gegen die Wand. Sie hat nun kaum noch einen ausweg von ihm wegzukommen. Nox beugt sich vor, bis sich sein Mund genau neben ihrem Ohr befindet. Dann flüstert er. Allein zu sein...ist schmerzhaft...
Sie weint leise, Tränen laufen über ihre Wangen, als sie eine Hand hebt und versucht, ihn von sich fort zu schieben. Zitternd drücken sich ihre Finger gegen seine Brust, kaum spürbar und bestimmt nicht stark genug, um ihn zurückweichen zu lassen. Sie sieht ihn nicht mehr an.
Wieder hallen Schritte durch den Gang, langsam und betont, aber unverkennbar gleichmäßig. Es klopft an der Wand, dann laut an der Tür, als eine Frau im Alter von vielleicht 25 Jahren dort steht und sich an den Türrahmen lehnt. Ein schwarzes, halblanges Kleid liegt an ihrem Körper, eine Zigarrette glimmt in ihrer Hand. Blonde, halb hochgesteckte Haare, die aber auch teilweise in ihre Gesicht fallen... und hochhackige Lederstiefel - sie sieht nicht schlecht aus, eher, wie eine billige Sekretärin... bei Nacht und Nebenverdienst. "Kleiner, lass sie in Ruhe." Raunt sie mit einer anzüglichen Stimme und als sie mit ihrer Zunge über ihre Lippen streicht folgt dem ganzen ein Geruch von Blut, altem Blut.
Sie zieht an der Zigarrette, die nun auch nach Blut riecht. Leichte Rauchfäden ziehen sich in die Luft. "Schönen Abend, mein Hübscher..." Ihr Blick wandert kurz an Nox herunter, als sie ein paar Schritte in den Raum hereintritt.
Er bleibt weiterhin mit den Händen gegen die Wand gestützt Warum mischt du dich hier ein süße? Sein blick ist starr in ihre Richtung geheftet und man merkt, dass es ihm schwer fällt nicht zu ihr hinüber zu gehn
"Ich dachte mir, ich lasse euch den Spaß nicht ganz allein..." Wieder zieht sie an der Zigarrette und das rote Glimmen im Raum wird deutlicher. "Die Nacht ist noch so lang, und ich sollte nicht allein bleiben..." Sie seufzt theatralisch und ascht auf den Boden.
Sie lächelt anzüglich und verlagert ihr Gewicht auf ein Bein, als sie ihn nochmals mustert, distanziert, aber provokant... "Das lässt sich schnell vergessen, Süßer..." 'Bringt dich in Sicherheit.' hallt es in Anouks Gedanken leise.