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Seattle und die Dunkelheit...

20.01.2008, 22:29

Kojiros Träume sind eigenartig geworden, seit Morag ihm gezeigt hat, wie er mit seinem Glamour die Linien des Schicksals zu deuten vermag. Sie sind chaotischer als jemals zuvor und machen es ihm schwer, wirklich Ruhe zu finden. Und nach diesem Tag, der zwei Tote mit sich brachte, ist es beinahe unmöglich. Jedoch... der Troll wird das Gefühl nicht los, als müsste es schlimmer sein... als wären die Schrecken, die jenseits der wachen Welt auf ihn lauern, weitaus größer, und sehr begierig, über ihn hereinzubrechen... wäre da nicht etwas, was sie davon abhielte. Eine zögernde, behutsame Kraft, die sich schützend zwischen ihn und die allzu grauenhaften Tiefen seiner Alpträume stellt. Eine kleine Präsenz, fast schüchtern wirkt sie, und dennoch sehr vertraut. Sie ist es auch, die Kojiro aufwachen lässt, ihn zart an der Hand nimmt und ihm den Weg zurück in das Zimmer in Seattle zeigt, wo die Schatten ihm nichts antun können. Es ist nicht das erste Mal, dass so etwas geschieht. Doch in dieser Nacht, wohl weil er so viele Fragen hat, die nach Antworten verlangen, bleibt er lange genug wach, um Mortimer auf seinem Kopfkissen sitzen zu sehen. In der Dunkelheit ist er kaum mehr als ein winziger Schatten, und seine kleinen, schwarzen Augen ruhen auf dem Troll.

Lasst ihn in Ruhe, wispert er leise und tapst noch ein paar Schritte näher an Kojiro, wobei er halb in dem Kissen versinkt. Ein dunkler, formloser und bedrohlicher Gedanke, ein Vorbote eines weiteren Alptraumes in Kojiros Verstand, scheint einfach zu verschwinden, und eine beruhigende Stille bleibt zurück.

Ihr habt ihn mir einmal weggenommen, murmelt Mortimer, der offensichtlich nicht bemerkt, dass der Troll vollkommen wach ist. Noch einmal lasse ich das nicht zu.

Einen Moment lang verharrt er, dann krabbelt er wieder in sein Nest, immer noch leise vor sich hin flüsternd.

Miako, Kleines. Leg dich wieder schlafen, sonst bist du morgen die ganze Zeit müde. Hmm... mach dir keine Sorgen. Du weisst doch, dass ich auf ihn aufpasse. Und auf dich passe ich auch auf, versprochen. Aber jetzt zurück unter die Decke, deine Füße sind ja schon ganz kalt. Träum was Schönes.

Eine Weile ist es still. Dann ist plötzlich wieder Bewegung in seinem Nest, als er sich hastig aus dem weichen Stoff schält und so schnell er kann zuerst auf den Stuhl, dann auf den Boden hüpft und mit einem besorgten Blick auf das Bett schaut, in dem Kojiro schläft.

Tut mir Leid, piepst er, bin gleich wieder da, es dauert nicht lange.

20.01.2008, 22:29

Re: Seattle und die Dunkelheit...

20.01.2008, 22:44

was ist los wo willst du hin?

Re: Seattle und die Dunkelheit...

20.01.2008, 22:50

Mortimer zuckt zusammen und sieht fast ertappt aus.

Du bist ja wach.

Re: Seattle und die Dunkelheit...

20.01.2008, 23:05

ja ich bin wach, aber warum bist du es auch?... und warum redest du hier mit Miako?
Er sieht müde und verwirrt aus.

Re: Seattle und die Dunkelheit...

20.01.2008, 23:11

Er druckst ein bisschen herum, dann flattert er auf den Schreibtisch zurück.

Weil ich dich beschütze. Das kann ich doch nicht, wenn ich schlafe. Und Miako hört mich besser, wenn ich laut spreche. Tut mir Leid, wenn dich das geweckt hat.

Re: Seattle und die Dunkelheit...

20.01.2008, 23:29

Du kannst mit Miako sprechen?

Re: Seattle und die Dunkelheit...

20.01.2008, 23:31

Hmmm... das ist komisch, oder?

Re: Seattle und die Dunkelheit...

20.01.2008, 23:38

ja... das ist sehr komisch... sie ist in Newgatshir und wir sind in seatle...

Re: Seattle und die Dunkelheit...

20.01.2008, 23:46

Er schüttelt den Kopf.

Nein, nein... das meine ich nicht. Ich könnte auch mit dir sprechen, wenn du noch dort wärst und ich hier. Das sind nur Meilen auf einer Landkarte, das spielt keine Rolle. Aber Miako ist ein kleiner Mensch...

Re: Seattle und die Dunkelheit...

20.01.2008, 23:51

Ja Miako ist ein Mensch...Du Mortimer... ich weis ich habe das schon mal gefragt aber... woher kommst du und warum bist du hier? Oh bitte versteh das nicht falsch ich find es toll das du hier bist, aber... es würde mich einfach interessieren... und woher du mich kennst...
Er blickt etwas bedröppelt zu Boden.

Re: Seattle und die Dunkelheit...

21.01.2008, 00:36

Er wackelt ein bisschen unsicher mit den Ohren.

Ich kam aus dem Dunkel, sagt er dann. Wo wir alle herkommen. Und wo wir wieder hingehen, wenn unsere Zeit zu Ende ist. Und warum ich hier bin... hm... du, Jarek. Ich habe dir mal versprochen, dass ich...

Er wirft einen Blick in den Flur, der jetzt nicht mehr so dunkel ist. Es scheint, als habe jemand im ersten Stockwerk Licht gemacht.

Ich bin gleich wieder da, wiederholt er.

Re: Seattle und die Dunkelheit...

21.01.2008, 15:04

Aus dem Dunkel....
Murmelt er.
ööhh ja,... bis gleich...

Re: Seattle und die Dunkelheit...

21.01.2008, 19:38

Mortimer macht ein paar zögernde Schritte in Richtung der Tür, dann bleibt er stehen und schaut kleinlaut zu Kojiro hinauf.

Kommst du vielleicht mit?, fragt er leise. Ich glaube, ich schaff das nicht alleine.

Re: Seattle und die Dunkelheit...

21.01.2008, 21:52

Kojiro steht auf. Geht zum Schreibtisch und zieht sich seine Socken und seinen Pulli über.

Wo willst du denn hin?

Re: Seattle und die Dunkelheit...

21.01.2008, 21:57

Sie steht immer mit einem Bein im Dunkel... das ist nicht zu ändern, weil es ihr Schicksal ist. Aber manchmal vergisst sie, dass es auch noch das Licht auf der anderen Seite gibt.
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