Leckt ihr freudig weiter durchs Gesicht. Dann legt er sich ins Bett neben Mortimer und leckt ihm auch nochmal durchs Gesicht und beobachtet dann Miako.
Miako hüpft auch auf das Bett, kuschelt sich in ihre Decke und grinst ihn an. Sie wirkt ein wenig übermüdet, kein Wunder bei der späten Stunde, aber ansonsten scheint es ihr an nichts zu fehlen.
Miako springt auf und kommt mit einem raschelnden Plastiktütchen zurück, aus dem er verführerisch duftet.
Morag - chan wollte keins, sagt sie etwas bedauernd und verständnislos und schiebt sich ein grünes Bonbon in den Mund. Dabei sind die so toll.
Sie grinst ihn verschwörerisch an.
Sag Oka-san nicht, dass ich eins gegessen habe, ich habe mir nämlich schon die Zähne geputzt, flüstert sie. Dann wickelt sie ein weiteres Bonbon aus dem Papier und wirft es ihm zu.
Miako lacht begeistert, als er die Süßigkeit auffängt. Dann schmiegt sie sich an ihn und schließt die Augen.
Ich bin ein bisschen müde, Ookami-kun, murmelt sie schläfrig. Es ist schon ganz spät. Machen sich deine Eltern keine Sorgen, wenn du nicht rechtzeitig da bist?
Die Chimäre murmelt leise irgendetwas Unverständliches im Schlaf und zuckt sacht mit der Schnauze, wacht aber nicht auf. Miako vergräbt ihre Finger in seinem Fell und lächelt.
Das Wasser in den Heizungsrohren rauscht leise, irgendwo weiter weg hört er die leisen Stimmen ihrer Eltern, die miteinander reden, die Stimme des Vaters aufgeregt, die der Mutter besänftigend, aber müde. Da er kein Japanisch kann, kann er nur vermuten, dass sie sich darüber unterhalten, was heute geschehen ist. Miako schläft noch nicht, ist aber kurz davor.
Wirklichen Schlaf findet er nicht, aber sein Verstand gleitet in einen angenehmen Dämmerzustand, während er vor sich hin döst, zucken chaotische Bilder durch seinen Verstand, ein Gesichtsloser Feenjäger zu Gast bei den Sluagh, Schnee, Bäume, flüchtende Beute, jagen, Seattle, Zárah, die Sidhe - Freistatt... er erwacht von einem Sonnenstrahl, der ihn an der Nase kitzelt, etwas verwirrt und immer noch im Bann der Bilder.